dimanche 9 juillet 2017

G20 – das war’s!

Presseerklärung des Bündnisses „Welcome to Hell“, Samstag 8.7.2017
Ziel des Protestes gegen den G20 war es, seine planmäßige Durchführung zu be- oder sogar zu verhindern, ihn empfindlich in seinem Ablauf zu stören oder wenigstens die Glitzershow mit ihren scheinheiligen „Familienfotos“ zu beschmutzen und den Teilnehmer*innen die ideologi-sche Soße eines politisch substanziellen Kaffeeklatschs zu versalzen. Diese Ziel haben wir er-reicht.
Der Kapitalismus ist ein gesellschaftliches Herrschafts- und Gewaltverhältnis, das eine Schneise der Verwüstung hinter sich herzieht: ökologisch, ökonomisch, gesellschaftlich. Eine Schneise der Verwüstung, die Menschen, besonders, aber nicht nur jenseits der Metropolen, allerorten die Lebensgrundlage entzieht. Der ausgerufene Siegeszug des Kapitalismus ist für viele Menschen nicht weniger als die Hölle auf Erden. Wenn wir unser Bündnis „Welcome to Hell“ genannt haben, dann meinten wir genau das: Den Herrschenden ihr G20-Treffen in Hamburg ansatzweise zu der Hölle zu machen, die sie zu verantworten haben und für die sie stehen.
Unser Rückblick auf den Freitag und Samstag steht noch unter dem ermutigenden Eindruck, nach der brutalen Zerschlagung unserer Demonstration am Donnerstag ein hohes Maß an spektrenübergreifender Solidarität erfahren zu haben. Es hat sich am Freitag gezeigt, wie wichtig und wirkungsvoll es war, zu einem entscheidenden Zeitpunkt – unmittelbar vor Beginn des Gipfels – alle Spaltungsversuche von außen entschieden zurück zu weisen und auch die differierenden Einschätzungen über Formen und Inhalte des Protestes soweit zurückzustellen, dass die Tage gestern und heute insgesamt zu einem Erfolg werden konnten. Es hat sich gezeigt, wie vielfältige und unterschiedliche Formen des Widerstands sich zu einer erfolgreichen Gesamtdynamik entwickeln können.
Aus unserer Sicht haben wir das von allen Spektren und Organisationen gemeinsam formulierte Ziel erreicht: Der Gipfel konnte am Freitag nicht ungestört und reibungslos ablaufen. Schon gar nicht, ohne dass die massive und vielschichtige Kritik daran und ihr praktischer Ausdruck in Aktionen auf der Straße die Berichterstattung über das Gipfelgeschehen nicht zeitweise sogar überlagert hätte. Die politische und polizeiliche Strategie, den Protest auf ein zahnloses, harmloses, als Demonstration der Meinungsvielfalt und -freiheit zu vereinnahmendes Maß zurück zu stutzen, ist ins Leere gelaufen.
Wir verstehen uns und unseren Protest als Teil eines vielfältigen Spektrums von linken Gruppen, Positionen, Organisationsansätzen und politischen Ausdrucksformen. Innerhalb dieses Spektrums stehen wir dafür, dass wir uns nicht auf den viel zitierten „friedlichen“ Protest reduzieren lassen wollen. Zielgerichtete Militanz ist für uns eine Option und ein Mittel, um über eine rein symbolische Protestform hinauszukommen und direkt und wirksam in Ereignisse, Prozesse und Entwicklungen verändernd einzugreifen. Zielgerichtet heißt zum einen, dass sie einen Zweck verfolgt, der mit den gewählten militanten Mitteln auch erreichbar ist. Zum anderen, dass Folgen und Risiken einschätz- und verantwortbar sind. Ein kleiner gemeinsamer Nenner ist in unserer Szene in der Regel auch immer wieder dort gefunden worden, wo es darum ging, die körperliche Unversehrtheit Dritter zu achten.
Mit Blick auf die Dynamik, die sich gestern Abend im Schanzenviertel entwickelte, sind wir noch nicht zu einer gemeinsamen abschließenden Einschätzung gekommen. Ein paar Punkte wollen wir dennoch bereits jetzt anmerken:
Es lässt uns – bei allen Unterschieden in Nuancen der Wahrnehmung und Bewertung – natürlich nicht unberührt, wenn am gestrigen Abend in der Schanze eine Dynamik entstand, die von dort anwesenden oder wohnenden Menschen als Bedrohung wahrgenommen wurde und offenbar auch bedrohliche Situationen produziert hat. Der Gipfel ist nun vorbei und es ist Zeit genug, eine genaue Rekonstruktion und Auswertung aller Einzelaktionen auch des Freitagabends vorzunehmen und das auch über unsere Szene hinaus zu diskutieren.
Klar ist, dass wir diese Diskussion nicht im Rahmen aufgeheizter medialer Berichterstattung führen wollen und werden, und uns auch nicht in Debatten darüber verstricken wollen, wie „das Viertel“ die ganzen Ereignisse bewertet. „Das“ Viertel gab es noch nie. Und so haben wir auch gestern und heute Stimmen gehört, die genervt oder wütend waren, oder alles und uns einfach nur Scheiße fanden. Aber ebenso wurde auch reichlich Sympathie und Solidarität zum Ausdruck gebracht.
Ein weiterer Punkt ist die Polizeipropaganda. Dass die Polizei lügt wie gedruckt, um die öffentliche Meinung und die Geschehnisse in einer Weise zu beeinflussen, die ihnen möglichst weite Handlungsspielräume und eine Legitimation verschafft, ist in den Tagen des Widerstands gegen den G20 mehrfach offenkundig geworden. Dass sich dies nun noch verschärft in einer Situation, in der der Druck auf Politik und Polizei zunimmt und von Scholz über Grote und Steffen bis hin zu Dudde, Ferk und Zill alle um ihren Job fürchten müssen, ist klar.
Wenn die Polizei erst ihre Zögerlichkeit und anschließend den Einsatz von schwer bewaffneten Sondereinsatztruppen damit erklärt, sie habe „Hinweise“ gehabt, dass auf den Dächern Gehwegplatten gestapelt und massenhaft Molotow-Cocktails vorbereitet worden seien, dann darf dies ernsthaft bezweifelt werden. Bislang hat die Polizei keine ihren Behauptungen entsprechende Belege präsentiert. (Die werden sie aber bei Nachfrage sicher irgendwo ausgraben können.)
Diese Taktik, Einsätze durch vorher gestreute Gerüchte zu rechtfertigen, die sich dann im Laufe der Medienberichterstattung zu vermeintlichen Tatsachen verfestigen, hat sich bereits während der „Welcome to Hell“-Demo gezeigt und zuletzt bei der Razzia der B5, die wieder mit „Hinweisen“ gerechtfertigt wurde, es würden dort Brandsätze vorbereitet. Eine Behauptung, die sich im Zuge der Durchsuchung in Luft auflöste.
Am Freitagabend war die Polizei offenbar tatsächlich von der Vehemenz der Auseinandersetzung überrascht und damit überfordert. Es drängte sich aber auch der Gedanke auf, dass die Gelegenheit für taktisches Agieren mehr als dankbar aufgegriffen wurde. Im martialischen Ausdruck des mit Maschinenpistolen bewaffneten SEK im Wohnviertel und inmitten teils angetrunkener Schaulustiger und in den verwendeten Bürgerkriegsmetaphern sehen wir auch Kalkül. Es könnte darum gehen, rückwirkend alle gelaufene Härte und Brutalität zu rechtfertigen und sich öffentlichkeitswirksam Rückendeckung zu holen für das, was von Politik und Sicherheitsapparat gegebenenfalls als repressive Antwort noch kommen wird.
Es könnte auch darum gehen, einen letzten präventiven Versuch der Spaltung der Bündnisse zu unternehmen und die spektrenübergreifenden Solidarität zu untergraben. Nach der großen und ausdrucksstarken Demonstration am heutigen Samstag, wagen wir jedoch weiterhin zu bezweifeln, dass das funktionieren wird.
Das waren erfolgreiche Tage!
Liebe und Kraft für alle Verhafteten und Verletzten!
Auf zur Anti-Knast-Demo „Nobody forgotten, nothing forgiven!“ morgen um 12.00h!
G20 to Hell!

samedi 8 juillet 2017

De la poudre de perlimpinpin

Après toutes ces élections, on nous annonce que la « révolution » est en marche, que nos vies vont changer, s’améliorer, ... grâce à la secte « mais en même temps» la république en marche sous la houlette de leur grand gourou E. macron qui ne commente rien mais dirige tout en sous main. Ce gouvernement,à grand coup de renfort médiatique, nous annonce plusieurs mesures dites fortes ou phare comme le dédoublement des classes de CP, la continuité de l’interdiction des pesticides qui tuent les abeilles, le renouvellement à mi mandat de tous les postes clefs de l’assemblée sans la possibilité de se représenter.

Ne nous leurrons pas, ces mesures ne sont la que pour mieux masquer les vraies objectifs du gouvernement notamment la nouvelles lois travail, inscrire l’état d’urgence dans la constitution, la suppression de 120.000 fonctionnaires, augmentation de la CSG, … qui toutes seront mises œuvre par ordonnances et non pas par vote des assemblées, vive la démocratie ! Si on est taquin, on notera que ce renouvellement à mi mandat des postes clef de l’assemblée nationale tombe juste avant des élections majeurs tels que les municipales, régionales et départementales. On ne peut croire que le grand chef, selon le sens du vent (droite ou gauche), se mettra dans le bon sens pour « rester en marche », #lopportunismecouledansmesveines.

Ho la belle assemblée !/? On nous rabâche les oreilles qu’il n’y a jamais eu autant de femme à l’assemblée nationale. Si on regarde de plus près, certes il y a 223 femmes sur 577 députés, mais aucune n’a de poste à responsabilité, de l’extrême gauche à la droite, chasse garder des hommes, de plus les 4 grands postes clef de l’État sont tenus par des hommes. Ce n’est pas parce que ce sont des femmes qu’elles sont forcément féministes et ce n’est pas en mettant des marionnettes à l’assemblée et au gouvernement que c’est la fin du patriarcat. On peut aussi noter que cette assemblée nationale, paritaire ou pas, ne sera la que pour faire bonne figure car les « vraies » lois seront toutes faites par ordonnances et non pas par vote. Sous couvert « les francais-es- veulent que leur vie change rapidement», la monarchie présidentielle prend tout ses aises sous l’approbation/le renoncement de la population. On nous dit aussi que 424 députés sont « novices », mais si on regarde de plus près, ces mêmes nouvelles/eaux ne le sont pas autant que cela, entre celles et ceux qui travaillaient pour d’anciens députés, ministres et celles et ceux qui travaillaient pour de grands groupes industrielles, pharmaceutique, lobbyistes de tout bords … Ils ne fait nul doute qu’elles/ils seront renvoyés l’ascenseur à leurs anciennes compagnies.

Les attaques contre nos libertés, nos droits de travailleur-se-s, de chomeu-ses-rs, de syndicalistes, tout simplement contre nos vies… vont se multiplier à grands coups d’ordonnances, organisons nous et ripostons ! Ils ont besoin de nous, nous n’avons pas besoin d’eux ! Re-prenons nos vies en mains ! Pour l’autogestion, la démocratie directe, l’égalité économique et sociale !

G20-Gipfel – Hamburg im Ausnahmezustand I Y-Kollektiv Dokumentation

[Videotagebuch] G20 Gipfel Hamburg - Wellcome to Hell!

Protesters clash with police at anti-G20 demonstration in Hamburg



Hamburg: Großaufgebot gegen G20-Demonstranten | DW Deutsch

Anti G 20 : Ein Blick zurück und einer nach vorn

Presseerklärung des Welcome to Hell Bündnis
vom Freitag, 7.6.2017
Wie sich in den vergangenen Tagen mehr und mehr angekündigt hatte, griff die Polizei am Donnerstagabend die „Welcome to Hell“-Demonstration bereits nach wenigen Metern und nahezu ohne Vorwarnung auf brutalste Art und Weise an. Menschen kletterten in Panik Mauern hoch, wurden von oben wieder herunter geprügelt, Wasserwerfer drängten Menschen so nah ans Wasser, dass die Gefahr bestand, dass diese in die Elbe stürzen oder richteten ihren Strahl auf Menschen, die auf umliegenden Hausdächern saßen und die Szenerie beobachteten.
Die Art und Weise, wie die Polizei an mehreren Stellen gleichzeitig mit großem Aufgebot Teilnehmer*innen an die Wand prügelte, lässt nur den Schluss zu, dass die Demonstration im Planungsszenario der Polizei die Hafenrandstraße nie verlassen sollte. Für diese Einschätzung spricht auch, dass die Polizeikräfte just in dem Moment in die Demo-Blöcke stürmten, als die Versammlungsleiter noch im Gespräch mit der Einsatzleitung über einen gangbaren Weg berieten. Die Demonstration wurde dann kurz nach 20.00 Uhr vom Veranstalter konsequenterweise für aufgelöst erklärt.
Wir sind geschockt und wütend über die Gewaltexzess mit zahllosen Verletzten. Die Polizei hat schlimmste Folgen in Kauf genommen, besonnene organisierte Ketten konnten Schlimmeres verhindern. Der Ort der Angriffe war durch das Angreifen von vorne, von der Seite und vom hinteren Teil der Demonstration bewusst so beengt worden, dass eine Massenpanik nicht auszuschließen war. „Die wollten uns kaputt hauen“, sagte ein schockierte Demo-Teilnehmer. Die in den Medien gezeigten Mitschnitte, Bilder und Kommentare der Journalist*innen vor Ort entlarvten die zynischen Kommentierungen des Polizeisprechers Zill – etwa: es ginge nur darum, den vermummten Teil zu isolieren, um ihn zum Ablegen der Vermummung zu bewegen, damit die Demo starten könne – unmittelbar als Propagandalügen.
Den Demonstrant*innen gelang es in den Stunden danach dennoch, ihre Handlungsfähigkeit zurückzugewinnen und zwischenzeitlich drei Demozüge wieder zu einem großen Demozug zusammenzuführen, dem sich viele andere anschlossen. Dieser zog dann über die Reeperbahn und Holstenstraße in Richtung Schanzenviertel. Auch diese Großdemonstration wurde auf Höhe Sternbrücke ohne erkennbaren Grund wieder von der Polizei angegriffen.
Die angestaute Wut über die brutalen Gewaltexzesse entlud sich nach der Zerschlagung der Demo und im weiteren Verlauf des Abendssowie im Verlauf des heutigen Tages auch in vielfältigen militanten Aktionen und in Auseinandersetzungen mit den Einsatzkräften der Polizei. Die zu vermutende Taktik der Polizei, mit einem Exzess gegen eines der Protest-Spektren zu Beginn der G20-Proteste ein Signal auch in die anderen Spektren zu senden, ist ihnen grandios auf die Füße gefallen.
Dies zeigt die immense Aktionsvielfalt, die unterschiedlichste Gruppen und Spektren am Freitag auf die Straße getragen haben.
Am Morgen danach in der Pressekonferenz wurde eines deutlich: Die Spaltungsversuche der letzten Wochen und Tage in gewaltbereite und friedliche Proteste haben nicht gefruchtet, die Politik und Polizei haben durch den Einsatz am Hafenrand den solidarischen Bezug der unterschiedlichen Spektren aufeinander nicht verhindert, sondern befördert. Nach der gestrigen Demo gibt es einen engen Schulterschluss der einzelnen Spektren für die Demonstration am Samstag.
Wir rufen deshalb dazu auf, zahlreich in den „Welcome to Hell“-Block der Demonstration am Samstag zu kommen. Unser Block reiht sich in den antikapitalistischen Block der Samstagsdemonstration ein. Dies wird eine entschlossene und gemeinsame Demonstration werden.
Nach dem Wechselbad der Gefühle in den letzten Tagen freuen wir uns auf eine Demo, die sowohl in Hinblick auf die Anzahl der Teilnehmer*innen als auch von ihrem Ausdruck kämpferischen Abschluss der Anti-G20-Proteste bildet.

Smash G 20, Welcome to Hell

Was sich in den letzten Tagen angedeutet hat, ist eingetreten: Die Vorabend-Demo „Welcome to Hell“ wurde durch die Polizei gestoppt und angegriffen, bevor sie überhaupt losgehen konnte.
Um 19 Uhr setzten sich nach einer stimmungsvollen und inhaltsreichen Kundgebung am Fischmarkt mehr als 10.000 Teilnehmer*innen der Welcome to Hell-Demo in Bewegung. Noch vor Erreichen des mit der Polizei vereinbarten Aufstellungsortes, der bereits von starken Polizeikräften und Wasserwerfern besetzt war, wurde die Demo gestoppt. Die laufenden Verhandlungen über Vermummung und Weitergehen nutzte die Polizei, um die Demospitze anzugreifen und sich durch den Demozug zu prügeln. Berliner Einsatzkräfte griffen die Demonstrationsspitze an und unmittelbar darauf zogen auch die Wasserwerfer vor.
Für uns stellt sich die Lage wie folgt dar: Der billige Vorwand, es gebe Vermummte in der Demo, reichte der Einsatzleitung aus, um den Start zu behindern. Durch gezielte Angriffe provozierten die Polizeikräfte Gegenwehr und nutzten diese Lage, um eine Situation zu schaffen, in der nichts anderes übrig blieb, als die Versammlung aufzulösen. Wir gehen nicht davon aus, dass die Berliner Einsatzkräfte eigenständig gehandelt haben.
Der Demoanmelder erklärte zu den Ereignissen: „Was sich in den letzten Tagen angekündigt hat, hat sich heute Abend bestätigt: Es gab bei der Polizei nie das Interesse, die Welcome to Hell-Demo überhaupt laufen zu lassen.“
Wir haben noch keine bestätigten Zahlen über Verletzte und über Festnahmen, es muss aber befürchtet werden, dass es zahlreiche Verletzte durch die Wasserwerfer, prügelnde Polizist*innen und Pfefferspray gegeben hat.
Zur Stunde befinden sich noch ca. 4.000 Personen am Hafenrand. Eine neue Demonstration wurde angemeldet und der Zug hat inzwischen die Reeperbahn erreicht. Vom Nobistor geht eine Spontandemo gegen Polizeigewalt los. Zahlreiche Gruppen von Aktivist*innen sind in St. Pauli und den angrenzenden Vierteln unterwegs.
Trotz Frust, Wut über die Verletzten, den Angriff auf die Demospitze und das frühzeitige Ende der Welcome to Hell-Demo, von der wir uns einen starken Ausdruck des Widerstandes am Vorabend des G20-Gipfels versprochen hatten, lässt sich zumindest ein Erfolg vermelden: Die fortgesetzten Versuche aus den Reihen von Politik, Polizei und Verfassungsschutz, Aktivist*innen aus Hamburg fernzuhalten, haben nicht gefruchtet. Auch für das Vorbereitungsbündnis war in den letzten Tagen nicht abzuschätzen, wie stark Einschüchterungsversuche und Stimmungsmache, das Hickhack um die Camps, die Kontrollen und Einreiseverbote unsere Mobilisierung beeinträchtigen würden.
Diese Rechnung ist nicht aufgegangen und es hat sich heute Nachmittag und Abend gezeigt, dass mittlerweile tausende Aktivist*innen in Hamburg angekommen sind. Diese werden – so wollen wir hoffen – in den nächsten beiden Tagen dafür sorgen, dass wir Bilder eines wirksamen Protests und Widerstandes zu sehen bekommen, andere Bilder als die von der Auflösung der Welcome to Hell-Demonstration.
G20: Welcome to Hell!

mardi 27 juin 2017

No G 20 - G20 ENTERN - KAPITALISMUS VERSENKEN


G 20 - WELCOME TO HELL - Hamburg 2017


Smash G20 !


Gemeinsam und entschlossen – Solidaritäts- und Unterstützungsaufruf des antikapitalistischen Camps

Wir dokumentieren einen Aufruf der :
Gemeinsam und entschlossen: Wir brauchen eure Solidarität! Wir brauchen euch!
Seit Monaten wird seitens der Stadt Hamburg, namentlich besonders Innensenator Grote, Stimmung gegen die G20 Proteste und gegen die geplanten Protestcamps gemacht. Die Versammlungsbehörde klagt gerade in 2. Instanz gegen den Versammlungscharakter unseres Camps und will es verbieten, das Heiligengeistfeld soll für die Großdemonstration immer noch gesperrt bleiben und Teilnehmer*innen der Blockadeaktionen droht A. Grote indirekt mit Waffengewalt durch ausländischen Personenschutz. Nachdem es wochenlang abgestritten wurde, ist jetzt doch klar: es wird eine riesige Demoverbotszone geben.
Wir von der Vorbereitungsgruppe des antikapitalistischen Camps organisieren weiter!
Gerade werden wir leider durch das Gerichtsverfahren (Infos auf der Homepage) zusätzlich genervt und auch wenn Planung und Vorbereitungen in Hochtouren laufen, spüren wir deutlich die uns in den Weg gelegten Felsen. Ein letztinstanzliches Urteil ist erst kurz vor Campbeginn zu erwarten. Dennoch sind wir optimistisch und kämpfen weiter dafür, das Camp so aufbauen zu dürfen, wie wir das wollen. Dafür werden wir ggfs durch alle Instanzen gehen und auch darüber hinaus Druck aufbauen. Doch das können wir nicht allein.
In vielen Medien gibt es bereits Texte und Plädoyers, die die Stadt Hamburg für ihr Verhalten kritisieren und auch viele Hamburger*innen wissen, dass man nicht die G20 einladen, aber den Protest aussperren kann. Die nächsten Wochen werden wichtig sein im Kampf um die Versammlungsfreiheit und deshalb rufen wir euch alle dazu auf, uns und alle anderen Proteste & Aktionen öffentlich zu supporten.
Macht Aktionen, Demos, Spontis, Flyer, Transpis, schreibt Politiker*innen – was auch immer ihr für richtet haltet. Nur gemeinsam können wir zeigen, dass wir die Stadt nicht den Reichen und vermeintlich Mächtigen und ihrer Willkür überlassen werden.
Campaufbau
Aber auch wenn es soweit ist und wir endlich mit dem Aufbau anfangen können, brauchen wir euch um so dringender! Auch, wenn wir vor Gericht gewinnen werden, wird der Aufbau stressig werden.
Wir müssen eine große kritische Masse sein, die sich nicht einfach klein kriegen lässt. Eine Masse, die entschlossen und mit mehreren hundert Leuten den Aufbau des Camps vor Ort gegen andere durchsetzt und notfalls auch verteidigt, denn das Material für den Aufbau ist meistens nur geliehen und kostet richtig viel Geld. Daher ist es wichtig, dass nicht nur Handwerker*innen kommen, sondern auch Menschen die sich vorstellen können Nachtwachen zu machen und Menschen im Park zu informieren, um sie davon abzubringen, uns stören zu wollen. Jede Hilfe zählt!
Also kommt vorbei, bringt eure Freunde*innen mit und sagt allen Bescheid.
Am 26.06. um 09.00 Uhr morgens können wir es umsetzen!
Also kommt im Stadtpark vorbei und unterstützt den Aufbau.

Wie ihr uns sonst noch unterstützen könnt:
Moderationsgruppe
Auf dem Camp wird es täglich ein Deliplenum und bis zu 15 Barrioplena geben. Wir hoffen, dass organisierte Barrios in der Lage sind, eigene Plena zu organisieren, würden aber gerne die unorganisierten Flächenbarrios darin unterstützen, sich zu treffen. Hier würden wir uns freuen wenn sich eine oder mehrere Gruppen finden würden, die solche Plena anstoßen / organisieren / vorbereiten / moderieren
Computer-Netzwerk
Auf dem Camp-Gelände ist zudem noch ein Computer-Netzwerk für die Organisationsgruppen vorgesehen. Auch dafür benötigt es so einiges. Wer motiviert ist und grundlegende Kenntnisse in Netzwerktechnik hat, ist herzlich eingeladen, sich an a-noc-20@nadir.org zu wenden. Auch Hardware könnte diese Gruppe noch vertragen; vor allem WIFI Access Points, lange Ethernet-Kabel, Switches und 3-4 Notebooks werden leihweise noch benötigt.
Awarenes-Gruppen
Nachdem wir monatelang erfolglos rumgefragt haben gibt es jetzt zum Glück eine kleine Gruppe, die Lust auf Awarenes-Arbeit hat. Die braucht aber noch dringend Unterstützung. Entweder eine zusätzliche Crew oder Leute die sich ihnen anschließen. Also meldet euch, wenn ihr Erfahrung mit Awareness habt ( als Einzelperson oder als Gruppe ) oder, wenn ihr diese Erfahrung sammeln wollt ( es ist wichtig, dass sich mehr Menschen damit auseinandersetzen und so Erfahrungen sammeln).
Materialspenden
Auf unserer Homepage ist eine lange Liste mit Sachen, über die wir uns freuen würden, wenn ihr davon was organisieren könnt, egal ob geliehen oder geschenkt, meldet euch bei uns!
Übersetzungen
Um möglichst viele Menschen erreichen zu können suchen wir auch noch nach Übersetzer*innen, die sich vorstellen könnten im Vorfeld Texte zu übersetzen. Auch während des Camps wollen wir Inhalte und Informationen auf möglichst vielen Sprachen anbieten und niemanden wegen fehlender Sprachkenntnisse ausschließen.
Während des Camps
Zur Zeit werden verschiedene Orga-Gruppen gegründet, die während des Camps verschiedene Bereiche betreuen. Von Klos, über Internet bis zum Infopunkt etc. Natürlich funktioniert das alles nur, wenn während des Camps viele Leute Schichten übernehmen, aber auch die Orgagruppen freuen sich noch über Leute, die möglichst während der ganzen Zeit Verantwortung übernehmen wollen. Kommt gerne zu den nächsten Treffen (siehe Homepage) oder wendet euch beim Aufbau oder beim Campbeginn an uns (z.B. Infopunkt)
Nach dem Camp
Wir zählen darauf, dass ihr noch 2 Tage länger als der Gipfel bleibt und uns beim Abbau helft! Lasst uns nicht im Stich 🙂
Nächstes Treffen
Wir treffen uns an den beiden kommenden Sonntagen nochmal für letzte Vorbereitungen. Am 18.6. in der Flora, der Ort für den 25. wird auf der Homepage veröffentlicht. Die Treffen sind ausdrücklich offen für neue! Mehrere Ags brauchen noch dringend Unterstützung.

Anti G20 : Bloquer le sommet. Reprendre la ville.

Bloquons le spectacle des puissant.e.s avec l’esprit audacieux et rebelle de la masse.
Nous serons là. Là où est la zone rouge. Là où nous ne sommes pas supposé être. Là où les puissant sont. Le somme du G20 a Hambourg entrera dans l’Histoire. Ce sera notre tour. Est-ce que ce sera aussi le votre?
Le G20 est un sommet des despotes, des gouvernant.e.s et leurs comptables. Ça fait longtemps qu’ils ont décidé de nous imposer l’état d’urgence. Nous décidons d’abolir leur ordre. Le sommet du G20 occupera la ville. Les 7 et 8 juillet, les chefs d’état et de gouvernement des 19 pays les plus riches et les plus puissants du monde se réuniront à Hambourg. L’UE sera également là. Il.elle.s veulent discuter leur crise : le futur du capitalisme global. Trump contre Merkel? Aux côtés d’Erdogan, Xi Jin-ping, Modi, Temer, bien sur Putin et tous les autres – il faudra trouver un nouvel accord. Qui obtient quoi, comment peuvent il.elle.s en profiter et le plus important : comment peut-on empêcher les perdant.e.s, qui payent pour cette inégalité monstrueuse, de venir toquer à nos portes?
Ceux ne sont pas nos problèmes. Ce n’est pas notre Big Deal. C’est l’injustice globale qui est à la racine de tous les mots de ce monde. Les famines, la pauvreté, la catastrophe climatique, la destruction de l’environnement, les guerres, les migrations. C’est leur chaos et c’est ce qu’il.elle.s veulent négocier à Hambourg. On nous dit que l’Occident libre doit rester unifié pour combattre la terreur du califat islamique. Mais nous ne serons pas duper plus longtemps. Nous, comme des personnes libres et égales, sommes les impitoyables ennemi.e.s de tous les fondamentalismes. Il n’est possible de justifier aucune terreur pour nous ou en notre nom. En rejetant la terreur des djihadistes fondamentalistes, nous remettons en cause également le fondamentalisme marchand du capital.
Le G20 va prendre la ville en otage.Le peuple de Hambourg parlent constamment de la transformation de leurs quartiers en une zone de haute sécurité. Beaucoup ne pourront pas rentrer chez eux. Il.elle.s seront observés par des snipers lorsqu’ils iront acheter du pain. Les participant.e.s du sommet s’enfermeront car cela fait longtemps qu’il.elle.s ont arrêté de faire confiance en leur électorat. Le “monde libre” va se réunir encerclé de barbelés de l’OTAN, de blocs de béton et d’une armada de forces de police, de force militaire et de soit disant sécurité. Eh bien, merci!  Pour cette simple raison il est clair pour nous et pour beaucoup d’autres : G20 – not welcome!
Ce que nous faisons est justifié!
Certains parmi nous agissons en auto-défense, pour sauver notre monde, d’autres avec un grand esprit de liberté, et d’autres encore simplement pour leur désir de révolte. Ainsi il.elle.s ne devraient pas essayer de nous arrêter avec de la régulation de trafic routier. Celleux qui veulent construire des murs, qui emprisonnent la moitié d’un pays, qui réduisent des villes en cendres, qui laissent des milliers se noyer en Méditerranée, ne devraient pas nous faire la leçon sur la raison, la loi ou l’ordre. Ce sont juste des paroles creuses. Ce ne sont que des informations fausses. Ce G20 ne nous représente pas! Il.elle.s n’ont pas les solutions des réels problèmes de notre monde. Leur système économique est d’une folie totale : sans aucun respect du futur, de la nature, et du du droit des peuples à vivre libres et dignes. Devons-nous regarder comment il.elle.s détruisent le monde?
Il.elle.s nous disent “le G20 représente deux tiers de la population mondiale” . Cela ne les rend pas légitimes. Non! Il.elle.s représentent 80% des émissions de CO2. Il.elle.s représentent les guerres, les migrations massives, les injustices qui entrainent tellement de personnes dans le désespoir. Il.elle.s négocient uniquement quel scénario absurde il.elle.s feront passer : le libre-échange néolibéral intransigeant ou le capitalisme oligarchique autoritaire, les deux ensembles ou juste une dictature ouverte? Pas en notre nom : Nous faisons le seul choix clair dans ces temps troublés : amitié globale et sans frontière, une rébellion entre égaux!
Nous faisons confiance en l’esprit rebelle et la raison du cœur. Nous annonçons : Nous allons transgresser les règles et bloquer la zone rouge. Tout ce que nous ferons ne sera pas conforme à la loi, mais ce sera ouvert et visible pour tout ceux qui y participeront. Bien sûr il y aura un risque. La désobéissance rebelle n’est pas une promenade dans un parc. Si la police agit de manière imprévisible et violente, nous n’aurons pas peur et les autres ne devraient pas voir peur non plus. Parce que nous serons des milliers et que nous resterons ensemble. Nous agirons dans la tradition de Block G8 à Heiligendamn, Dresden Nazifrei, Castor schottern, Ende Gelände ou Blockupy. Des événements dans lesquels la confiance, le pouvoir et l’espoir des masses sont toujours devenus perceptibles. Nous nous mettrons d’accord sur ce que nous ferons aux différents points pour permettre la participation de tous. C’est notre politique d’amitié pendant ces journées de large rassemblement.
Toute la ville de Hambourg sera une célébration de l’espoir
Nous serons dans les rues, dans le cœur de Hambourg, avec des dizaines de milliers de personnes, qui courent, dansent, s’assoient, bougent. Nous nous déplacerons dans la ville dans différents groupes comme des phalanges, surprenants, audacieux et solidaires. Nous allons débarquer sur tous les lieux du sommet depuis toutes les directions, jusqu’au hall d’exposition, jusqu’à l’hôtel de ville, et le Elbphilarmonie. Pour faire court : jusqu’à la “zone rouge des puissant.e.s”. Quand la police essayera de nous arrêter, nous trouverons des chemins alternatifs. Nous surmonterons les obstacles et traverseront les chaines de police. Nous nous protègerons pour ne pas recevoir de coup, pour que les gaz lacrymogènes ne brûlent pas nos yeux et ne rendent pas notre respiration impossible. Nous recherchons la confrontation politique mais pas les attaques physiques. Nous serons nombreux et c’est ce qui nous protègera. Nous irons aussi loin que notre courage nous portera. Nous resterons toute la nuit si nécessaire. Et nous serons bruyant. Avec tou.te.s celleux qui seront là et pour tou.te.s celleux qui ne pourront pas être là.
Nous ne serons pas les seul.e.s dans les rues avec notre action de masse. Nous avons hâte et nous sommes solidaires de celleux qui partagent notre critique du G20 et qui aideront à donner corps à cette journée : fêtes de rue, assemblées, nuits de fête, routes encombrées, blocages, des actions de partout et du mouvement ici et là. Nous parlerons avec tout le monde, nous serons toujours accessibles et nous aborderons les autres. Nous invitons tout le monde à se mettre en contact avec nous pour participer.
Apprentissage mutuel et actions diversifiées!
Nos mode de vies, nos passions et nos espoirs sont peut-être différents. Mais nous partageons le mépris de l’obsession du sang, du genre ou de la race, de la nation ou de l’argent sacré. Nous sommes syndiqués, apprentis, retraités, étudiants, salarié ou au chômage, avec des postes bien placé ou des job de merde. Nous sommes jeunes et vieux, nous sommes quelque part entre les deux. Nous avons des enfants, ou pas. Nous aimons de manière inconditionnelle la liberté et le droit d’aimer qui nous voulons. Nous faisons partie de mouvements et parfois même de partis, nous sommes des hippies du climat et des défenseurs passionnés de la paix mondiale, nous sommes des squatters et des oisifs politiques, nous respectons tous les dieux et en même temps aucun, nous venons d’ailleurs ou avons toujours été là. Nous soutenons les réfugié.e.s. Nous défendons l’amitié entre égaux dans toute notre diversité, nous nous battons pour une solidarité des gens libres dans une démocratie réelle qui arrive. Nous disons : Bloquons la sommet du G20 et colorons la zone rouge!
www.blockg20.org
#BlockG20

No G20 : Nous sommes la masse ! Nous sommes bruyants ! Le monde va nous entendre !

En juillet 2017, le sommet du G20 se tiendra à Hambourg. Avec les 20 dirigeant.e.s les plus puissant.e.s du monde, dans un monde profondément crise et dans la tourmente, les médias du monde entier seront présents. Mais il n’y aura pas que les puissant.e.s qui seront présent.e.s. Nous nous assurerons que les voix des nombreuses luttes partout dans le monde seront aussi “sur les ondes” : les voix contre les inégalités sociales, l’austérité et l’exploitation; les voix contre la guerre et les désastres écologiques d’origine humaine; nos voix pour la solidarité, les choix et les visions alternatives. Nous savons que nous pouvons faire entendre nos voix, si nous parlons fort et distinctement. Seattle 1999, les manifestations mondiales contre la geurre du Golf, les places de Madrid, Istanbul, New York et Lagos, Blockupy 2015 à Francfort et les marches des femmes partout dans le monde l’ont prouvé.
Le G20 va essayer de résoudre la quadrature du cercle et de protéger le système mondialisé de domination contre sa prédestination à l’autodestruction. Et il.le.s vont essayer de réordonner le monde entier pour servir l’intérêt des riches et des puissants. C’est pourquoi nous, la résistance vive dans nos différentes formes, seront à Hambourg.
Laissons-les fixer leurs enjeux mondiaux, nous fixerons les nôtres. Laissons-les discuter de leur développement capitaliste; nous nous exprimerons bruyamment contre l’exploitation par le travail et la destruction de la nature au nom du profit, nous nous exprimerons bruyamment pour l’égalité des droits et des genres. Laissons-les parler de leur “crise migratoire”, nous porterons la voie d’un monde sans frontière et contre le racisme; nous dénoncerons la production systématique de pauvreté et de guerre qui force des millions de personnes à migrer. Laissons-les parler de traités de libre-échange; nous nous ferons entendre sur la transparence, pour la souveraineté politique culturelle et alimentaire et contre leurs pratiques (post-)impérialistes envers les pays du Sud. Laissons-les parler de la “guerre au terrorisme” et du “clash de cultures”; nous crierons notre désir de paix et de mettre fin aux tortures, contre leur production de peur et d’Islamophobie. Leurs efforts pour nous diviser et nous gouverner pour toujours vont rencontrer nos protestations créatives et notre résistance farouche.
Aucun d’entre nous ne pense que le monde est simple à expliquer. Cependant, nous sommes déterminé.e.s à nous opposer à tou.te.s ces politicien.ne.s qui sauraient mieux ce qui est bon pour leur pays et le monde. Ces nouvelles figures politiques semblent s’occuper de la question sociale et des effets sociaux de 10ans d’ordre néolibéral sur le monde. Mais nous savons que dans leurs efforts de nous tenir divisé.e.s, ils nous poussent dans la rivalité et dans la haine pour nos frères et sœurs de l’autre côté de leurs frontières et éventuellement dans leurs sales guerres. Nous connaissons leurs plans et nous ne les laisserons pas faire. Nous ne croyons pas que trouver des boucs émissaires parmi les plus faibles de notre monde va changer la misère de nos quotidiens.
Contre leur rivalité, nous restons solidaires; contre leurs exploitations et expropriations qui touchent jusqu’à l’air que nous respirons, nous promouvons la coopération des individus libres et l’utilisation libre des biens communs; contre leurs guerres, nous optons pour la fraternité, la liberté et l’égalité.
Nous voyons les mobilisations contre le G20 comme une chance d’envoyer au monde un signal fort : que nous sommes la masse et que nous croyons aux alternatives globales. Nous croyons aux alternatives en dehors et contre la mondialisation neolibérale, le nationalisme et les régimes autocratiques. Nous croyons en la mondialisation de la justice et des droits pour tous et nous rejetons toutes les “solutions” nationalistes et xénophobes, qui sont leurs solutions contre notre vision d’un monde juste, uni dans la solidarité.
Le contre-sommet, le camp, le rassemblement transnational avec des centaines de milliers de personnes dans la ville de Hambourg et les actions de désobéissance civile de masse nous donnerons l’opportunité de nous rencontrer, de discuter et d’échanger nos visions, nos idées et nos pratiques de la résistance, d’un monde de paix, d’égalité et de solidarité.
Allons enfants! En 2017 la Bastille se trouve à Hambourg!
La “compact week” (semaine compacte) de solidarité mondiale contre le G20 va nous offrir plusieurs opportunités de mettre en valeur “l’autre monde” et notre conviction que cet autre monde est possible. Au “Sommet de la Solidarité Mondiale” (les 5 et 6 juillet) ou au camp ouvert (du 2 au 8 juillet), dans les actions de désobéissance civile de masse le jour du sommet officiel (le 7 juillet) ou à la manifestation large, vive et colorée dans le coeur de la ville (le 8 juillet), nous nous organiserons et nous célebrerons, nous remplirons les places et les rues de Hambourg, nous débattrons et nous crierons!
Faisons de ce sommet du G20 un réel contre-sommet de la masse, de la désobéissance et du monde.
A bientôt à Hambourg!
Le groupe de travail international de No-G20
Site internet : www.g20-protest.info
Inscription à la mailling liste : http://lists.g20-2017.org/mailman/listinfo/interlist
Contact : international@g20-2017.org

dimanche 18 juin 2017

Smash G 20 Hamburg !


From Rojava to Hamburg: Fight G20


Bash The Fash

Reactionary right-wing politics are on the rise in the west, and events are moving at a dangerous pace. In the wake of Trump’s ascendency to the US presidency, a toxic mix of white nationalism, Islamophobia, transphobia, violent misogyny, and anti-migrant hysteria is rapidly coalescing into a growing movement that has in turn sparked a surge of interest in anti-fascist organizing. Battle lines are being drawn, and street clashes are escalating. In this month’s episode of Trouble, anarchist media collective subMedia interviews a number of individuals from the US, Canada and the UK in order to get a better understanding of just what it is that we’re up against, what a viable strategy for confronting this threat might look like, what steps we can take in order to mount an effective response, and how this all fits into our efforts to build a revolutionary movement against capitalism and the state.

Germany: Anarchist call against the G20 summit in Hamburg

On the 7th and 8th of July 2017, when the most successful war criminals of the present, the most unscrupulous sweaters of human and nature, the self-titled leaders of this planet, meet in Hamburg, they will not be confronted and thus be revaluated with some demands for better governance or social enslavement.
They will feel the rage of the street, when they are rushing with their convoys through deserted districts and talk about the nightly attacks of the last few weeks.
This call, like so many others at similar meetings, does not want to lose itself in an analysis of the importance of the G-20 summit or the policy of their participants. The injustice of the world has been declared a thousand times, anyone who now feels no urge to act, does not need another text.
We want to speak of those who are already involved in the struggle against capitalism and its exerting states with their conforming societies – so, of US.
Since Seattle in 1999, summit protests were a catalysator of radical resistance; individuals and groups came together, swapped ideas, were standing together behind the barricades and carried the flame of resistance back to their regions. Even the shots of Gothenburg and Genoa, or the numerous infiltrated snitches could not stop the development of a Europe-wide chaotic network of autonomous / anarchist / antiauthoritarian tendencies.
Then the criticism of event hopping came up, as if someone had pleaded for it to operate as a riot tourist in any city. The protests against the G – 20 in Cannes and Nice 2011 were prepared in this champagne flush of some movement managers. Everything should become different, better, more political. At that time no conclusion or analysis was spreaded afterwards – the resistance had simply failed, only the usual alibi NGOs played their program.
So now it’s Hamburg and the responsible persons in the murderous headquarters of the secret services, police authorities and military commandos are tearing their hair. They fear that We are coming. But we do not have a leadership that can be eliminated, our resistance does not depend on the cadre behavior of some individuals. Perhaps nothing will happen if you, who is reading this text right now, will not get active. Do not expect others to prepare something for you, so that you just have to jump up.
For sure there will be a big demonstration of the left idiots, who want to play their democratic ritual, as a certain Mr. Marx or Lenin applied to them 150 years ago. And maybe we will be there, too, or at the edge or behind the lines of the cops. There is still plenty of time to think about and prepare this.
However, we are calling for a campaign in the run-up – against any form of power. We want to destroy, by July 2017 (and if only symbolically …) the rule of patriarchy over women, the rule of the states over their borders and urban centres, the rule of labor over our time, the rule of money over our social behavior, the domination of the goods about our lives, the rule of the cops over the fear of repression in our minds.
In Hamburg and in every village, an infinite number of targets are suitable for destruction, so we should start now with it. So that in July 2017 the alienation between the world of the G – 20 and the rest has become so great, that we no longer need summits to come together. The militant campaign against the G8 in Heiligendamm 2007 could serve as a model, because it also gave, apart from pointless preliminary proceedings, a new generation of activists through self-determined clandestine actions and the fleeing cops from the hail of stones in Rostock, a feeling of their own strength and the possibilities of horizontal organization.
In addition we also call for a theoretical deepening of our practice, in which the presence or absence of anarchy should be tested for revolts, as recently in France, spectacles such as in Frankfurt in March 2015, rituals such as on May 1, or in the everyday neighborhood policy and in the fight against nazis.
Because everywhere where we are not present we cannot complain about the dominance of reformists. And where there are only empty phrases with an A available, it makes the superficial chattering of a “consensus of actions” heard with following distancing. Such a discourse would have to go beyond the hitherto (welcome) brief G – 20 references in the responsibility claims.
Our resistance against the G-20 summit does not want to be „victorious“ in the sense of preventing this event. It just could be the beginning of something that could also start on any other day: The self-empowerment of the individual over the existing and the (self) organization in collective structures. But just a call to that one would hardly pay attention. Therefore,
Attack G-20 summit!
Throw Hamburg into chaos!
Destroy the European fortress!

24.06.2017 solidarisch mit Refugee-Demo against G20 - We are here! Wir sind hier! -





mercredi 7 juin 2017

A l'ancienne, berurier noir : macadam massacre


Fresque hommage a Clément Méric


Anarchists in Rojava announce formation of IRPGF




Today, the revolution is under attack. Like the Paris Commune and at so many other points in history, the revolutionary forces face the leviathan of capitalist hegemony which has come to devour the new world and enslave us all once again. This is our Stalingrad. The revolution must be defended! Therefore we announce the creation of the International Revolutionary People's Guerrilla Forces (IRPGF) to defend the revolution in Rojava.

The International Revolutionary People's Guerrilla Forces (IRPGF) is a militant armed self-organized and horizontal collective working to defend social revolutions around the world, to directly confront capital and the state, and advance the cause of anarchism.

We are committed anti-fascists, anti-capitalists, anti-imperialists and against all forms of patriarchy and kyriarchy. We announce our membership in the International Freedom Battalion and declare our support and alliance with the YPJ, the YPG, the PKK, the Antifascist International Tabur (AIT) and the International Freedom Battalion's member organizations. We declare our open struggle with all imperialist, fascist and counterrevolutionary forces.

VICTORY TO THE REVOLUTION IN ROJAVA!

VICTORY TO THE BARRICADES, THE SOCIAL INSURRECTION AND THE COMMUNUE!

MILITANT HORIZONTAL SELF-ORGANIZED COLLECTIVES & COMMUNITIES

FOR THE REVOLUTION AND ANARCHISM!

International Revolutionary People's Guerrilla Forces
IRPGF

Twitter: https://twitter.com/IRPGF
Facebook : https://www.facebook.com/IRPGF-1920588348171973/

The Role of the IRPGF

The International Revolutionary People’s Guerrilla Forces (IRPGF) is a militant armed self-organized and horizontal collective working to defend social revolutions around the world, to directly confront capital and the state, and advance the cause of anarchism. We recognize and affirm that principled action necessitates principled politics. We are not a political party or platform but rather an armed collective comprised of comrades with different anarchist positions. The IRPGF’s collective unity manifests itself in the praxis of militant action which we consider a prerequisite for achieving liberation. Our role is twofold; to be an armed force capable of defending liberatory social revolutions around the world while simultaneously being a force capable of insurrection and struggle against all kyriarchal forms of power wherever they exist.
We do not enter conflict zones with intent to command but rather, while retaining our autonomy as a collective, to fight alongside other armed groups in solidarity with those who are oppressed, exploited and facing annihilation. The IRPGF believes collective action, solidarity and unity are necessary for struggle. International solidarity is the most powerful weapon of the oppressed. At the same time we maintain the need for criticism when and where appropriate. (Self)Criticism is not something to be feared. It is to be embraced as the constant source of energy that drives individuals, communities and revolutionary movements towards realizing liberation.

The Need for Armed Struggle

Within movements for liberation an enormous chasm exists between those who deploy peaceful means to confront the enemy and those who defend both their communities and themselves through armed struggle. These dichotomous positions contain within them an inter-sectional network of social positions and identities that reveal their location, context and content. For the IRPGF, peaceful methods are unable to confront and destroy the state, capitalism and all forms of kyriarchal power. In fact, they do the reverse. They protect, embolden and strengthen the enemy, enhancing the forms of oppression against increasingly isolated individuals and divided societies. We believe that our liberation springs forth from the barrel of a gun.
Armed insurrections and rebellions around the world will be carried out to the end. We fight in defense of life and we struggle for total liberation. The nation-state, authority, capital and social hierarchy are the enemies of a liberated world and therefore enemies of us all. While we struggle through self-criticism and collective criticism of our personal and collective internalizations of these oppressive behaviors, attitudes and practices, the external enemies; the bosses, along with their armies and police, must be confronted with bullets, bombs and dynamite. The fires of justice and freedom are cleansing and all consuming. For us, there is no stepping back and no way to achieve liberation except through struggle. Our communities will only be liberated when we destroy those few whose wealth and power depend on the suffering and exploitation of many.
The master does not give the slave freedom simply out of an ethical act of pity, selflessness and love. The slave must achieve their liberation through insurrection, resistance and revolution, using every tool of the master to destroy both the master and their mechanisms and apparatuses of domination and oppression. The yoke of tyranny and its chains of repression cannot withstand the insurrection of the oppressed. We long for the day when swords will be turned into ploughshares, but until that day arrives, if it ever does, we will hold on to our weapons. The IRPGF’s existence is predicated on the necessity of armed struggle. The moment this is no longer necessary, the IRPGF will cease to exist. Our position is against the notion of “standing armies” or ossified revolutionary groups that become insular states unto themselves.

The IRPGF’s International Position

We believe that the third world war has already started and that the conflicts in Syria, Ukraine and in other parts of the world are only the beginning. The capitalist system, nearing its end and having plundered the world and stripped it of its resources, faces its most acute crisis yet. With no surplus labor population to put in its dungeons and assembly lines, the antagonisms and contradictions of the system in crisis are unfolding. With imperialist powers fighting for the last scraps to safeguard their livelihoods and with fascism on the rise, a common struggle is developing against both the domination of capital and the state. The IRPGF will stand with all peoples looking to secure their futures free from ALL forms of oppression, domination and exploitation. We are cognizant and recognize the intersection of unique identities and the particularities that exist within individuals, in communities and between individuals and communities. We support and seek to fully realize the polymorphic nature of human identity and struggle. To this end we join with peoples around the world in their uniqueness, and in ours, to realize our collective liberation.
MILITANT HORIZONTAL SELF-ORGANIZED COLLECTIVES & COMMUNITIES
FOR THE REVOLUTION AND ANARCHISM!
-IRPGF
For our announcement text in full and to stay updated with our recent actions, visit us at @IRPGF on Twitter and IRPGF on Facebook. You can also check out our full announcement video here.


 

Documentaire : Aube Dorée: Une Affaire Personnelle

Que se passe-t-il dans la tête du néonazi de tous les jours ?
« Mon homme est juif, un de mes fils gay, un autre anar et moi féministe de gauche, fille d’immigré. Si Aube Dorée vient aux affaires notre seul problème sera dans quel wagon nous monterons. »
Une journaliste enquête depuis des années sur l’organisation du parti néo nazi grec Aube Dorée
L’effondrement économique, l’instabilité politique, et les relations familiales sont au premier plan de ce documentaire qui essaie de comprendre ce qui se passe dans la tête des Aubedoriens qui se posent en « victimes du système ».
Une Aube Dorée qui ne s’est jamais cachée quant à son idéologie. Ses scores aux élections dans le passé étaient peut être négligeables, mais cette idéologie défendue par une partie du clergé, cultivée par la plupart des média, et transmise par le système politique est devenue le terreau sur lequel l’organisation a pu se développer.
La réalisatrice approche la question d’Aube Dorée via ses propres obsessions, ses inquiétudes et ses peurs. Elle a dédié plusieurs années de travail à ses recherches autour du parti néo nazi grec qui occupe toujours la troisième place sur l’échiquier politique grec après des décennies d’actions meurtrières. C’est son troisième film sur la question mais le premier documentaire d’auteure.
Réalisatrice : Angélique Kourounis | Production : omniatv.com | Co-production : Arte, Yemaya Productions

PS : pour mettre les sous titre en francais cliquez en bas a droite de la vidéo sur "CC"


Aube Dorée: Une Affaire Personnelle from OmniaTV on Vimeo.

15 juin : On désobéit ! Concert au Rafiot en soutien au Collectif ZAD Lyon !

Le Collectif ZAD Lyon est heureux de vous inviter au super concert de Bing OW et DUVAL MC !
Cela se passe au Rafiot, à Lyon le jeudi 15 Juin à partir de 19h30 et jusqu’à minuit.


Extraits des deux artistes :
Bing OW : Souvenons-nous d’un futur sans factures /// La Mission
Duval MC : On désobéit /// ZAD Testet
Buvette et table de presse (ZAD, GPII, …) sur place ! L’argent récolté servira à défrayer les artistes et s’il en reste un peu après cela, il permettra d’approvisionner la caisse du collectif, utile pour acheter du matériel militant, soutenir les ZAD sur place ou localement, mais aussi pallier aux frais judiciaires…
Pour avoir l’adresse du lieu, n’hésitez pas à la demander par mail : concert15juin@riseup.net
Venez nombreux et nombreuses !
Affiche en A3 : cliquer ici
Flyer en A6 : cliquer là

https://rhonenddl.wordpress.com

Means of antifa action


Anti le pen, faut il vraiment faire un dessin ?


dimanche 4 juin 2017

Contre l'europe forteresse !



Samsh G 20 Hamburg !


Appel aux rendez-vous internationaux (réflexions) - Contre le G 20 à Hamburg

La période actuelle est chargée mais elle ne doit pas faire oublier les opportunités internationales qui s’offrent à nous ces prochains mois. Petit rappel du calendrier et réflexions sur la prudence à avoir.
Cette année le G20 (Groupe des 20, rassemblement des chefs d’Etat et de Gouvernement des 20 pays les plus puissants du monde) se tient à Hambourg les 7 et 8 juillet. C’est une opportunité immanquable, à tous les points de vue :
* Le G20 dispose d’une influence sur le monde qui est mortifère, et ses décisions entrainent souvent des guerres, des vagues de privatisations, et autres joyeusetés ... Cette année, il réunira Trump, Poutine, Erdogan, Merkel, le nouveau président français (ou la nouvelle présidente, auquel cas ça serait une très mauvaise nouvelle et la préparation du G20 risque d’être encore plus compliquée) ... une belle brochette en somme.
* Hambourg est une ville avec une histoire de luttes très fortes et encore vivante, beaucoup connaissent probablement l’équipe de foot Sankt Pauli (du nom du quartier populaire et de résistance d’Hambourg) ou l’histoire des squats de la Hafenstrasse, et le squat plus récent Rote Flora qui a mis en échec toutes ses tentatives d’expulsion. Pour celles et ceux qui voudraient découvrir cette histoire, nous vous invitons à regarder cette playlist youtube de Mémoires de luttes. Donc nous aurons sur place beaucoup de camarades déjà présent.


Haffenstrasse en 1987, barricade contre l’expulsion des squats
* La localisation dans la ville des activités du G20 joue en notre faveur : le palais des Congrès est à deux pas du stade de Saint-Pauli. Ils prévoient 20 000 policiers anti-émeutes, mais on peut s’attendre a une présence militante très élevée et un soutien d’une partie de la population des quartiers alentours. La police attend un black bloc de 15 000 personnes après avoir revu son estimation à la hausse. Nous ne rentrerons pas ici dans certains détails, mais le terrain ne leur est pas favorable.
* Si nous n’avons plus l’outil formidable qu’était indymedia a l’échelle du monde, de nombreux autres rendez-vous vont permettre des rencontres et la constitution de groupes internationaux en amont du sommet, ce qui permet de décupler notre force et de relancer des liens internationaux, d’élargir la toile autant que la force de nos luttes, d’apprendre des autres. Le terrain et le scénario du 7 juillet nous rendent en capacité de perturber le sommet comme rarement.
* Il y aura des campements pour les militants étrangers et nous n’en donnerons pas les détails ici mais n’hésitez pas si vous avez des contacts, une tente, un compte sur couchsurfing...
En complément du calendrier des rendez-vous annoncés publiquement, nous voudrions attirer votre attention sur une réflexion quant à la prudence :
Peut-être sera-t-il nécessaire de commencer assez tôt à être plus prudent dans les mobilisations en France. Aucune volonté ici de juger des pratiques de luttes de chacun et chacune. Mais nous sommes déjà sous surveillance, et lors d’un pareil sommet, ils ne se gèneront pas pour fermer les frontières, suspendre l’application des accords de Shengen, bloquer des militants ou les empêcher de quitter le territoire français.
De fait, il semble opportun de commencer à sortir des radars bien assez tôt, que ça soit ne venir qu’à quelques manifestations/actions, se masquer un peu plus, partir plus tôt, libre à chacun-e de faire comme bon lui semble. Mais pensez-y. Ce qui nous attend à Hambourg est trop important. Bien sur, cela n’enlève en rien l’importance des enjeux et rendez-vous locaux et nationaux. Loin de nous l’idée de hiérarchiser les luttes. Mais il est bon d’avoir en tête quels sont nos objectifs et comment y parvenir et de connaître les risques que l’on peut faire encourir à certains objectifs en ne calculant que l’immédiateté.
Autres conseils de prudence, qui ne sont que des suggestions :
- Ne partez pas en gros groupe pour un rdv international, echelonnez vos départs, retrouvez-vous sur place.
- Laissez vos téléphones dans une pièce fermée quand vous en discutez
- Réflechissez a vos itinéraires
- N’hésitez pas à organiser des petites réunions, à en parler autour de vous, aux gens de confiance.
- Pensez à comment sortir des radars, à quel moment vous souhaitez lever le pied, ou à comment vous faire plus discret, les rendez-vous internationaux approchant.
- Faîtes en sorte de venir sans matériel et réfléchissez à du matériel que vous pouvez vous procurer sur place.
Le but est que nous puissions être nombreux et forts à Hambourg.



Fresque hommage à Clément Méric


Gedenkvideo Clément Méric 2017 // À jamais dans nos luttes!


vendredi 2 juin 2017

Nouvelles de Russie - "Tout ça finira par un grand carnaval révolutionnaire"

Antifasciste et anarchiste russe, Aleksey Sutuga a été libéré début mai 2017. Il raconte son arrestation, les trois dernières années passées dans une colonie pénitentiaire en Sibérie, et pourquoi un révolutionnaire ne devrait jamais craindre la prison.
Traduction quasi entière de son récit, publié sur Avtonomye Deystvye (Action Autonome) le 11 mai 2017. 



« Je suis juste l’un de ceux qui sont tombés dans leurs filets »
Le major qui m’a arrêté, je me souvenais l’avoir vu en 2009. A l’époque, on s’était fait prendre pour une action en soutien à l’antifasciste moscovite Aleksey Olesinov. Lui aussi, il se souvenait de moi. En 2014 il m’a dit, ok en 2012 tu as pris un an, puis on t’a amnistié ; mais cette fois-ci c’est trop : tu as été en Ukraine, tu te bagarres à Moscou, cette fois-ci tu vas y passer. Et il avait raison.
Dans leurs discours, c’était clair que ça fait longtemps qu’ils nous surveillent et qu’ils mènent un « travail opérationnel » (operatnaya rabota, travail de surveillance, d’infiltration). Ça ne concerne pas que moi, mais tout le milieu anarchiste et antifasciste de Moscou. Je suis juste l’un de ceux qui sont tombés dans leurs filets.
Ils étaient constamment présents pendant les manifestations. Ils s’intéressaient spécifiquement au mouvement antifasciste, aux anarchistes. C’était clair depuis longtemps, mais là c’était dit « Vous, les gars, tout ce que vous faites, on le sait ». N’importe quelle bagarre avec des nazis, n’importe quelle action illégale, ils l’enregistrent, l’analysent puis décident : qui arrêter, qui laisser libre encore un peu.
Le 5 avril 2014, j’ai été arrêté par des policiers anti-émeutes (OMON) et des membres du Centre de lutte contre l’extrémisme (un genre de forces spéciales) pendant l’oi-festival de Moscou. Ils se sont présentés, ont montré leur cartes, m’ont mis dans une voiture et m’ont conduit au Département des Affaires intérieures d’Izmailovo (un quartier de Moscou). Là ils ont enregistré une plainte administrative et m’ont gardé toute la nuit. Le matin, des types du Centre contre l’extrémisme sont revenus et m’ont conduits voir la procureure, qui m’a notifié mes chefs d’accusation : articles 213 partie 2 et 115 partie 2 (hooliganisme, coups et blessures) pour une bagarre dans un café le 2 janvier 2014. J’avais été identifié par les victimes et un témoin. Les agents du Centre contre l’extrémisme m’avaient retrouvé et arrêté.
Ils m’ont assuré que cette arrestation n’avait rien à voir avec l’Ukraine et mon voyage au Maïdan, que c’était juste pour cette bagarre. Mais on se bagarre toutes les semaines. Et ce n’est qu’après le Maïdan qu’ils m’arrêtent. Et puis il y avait des conversations du genre : «  Pourquoi tu es revenu à Moscou ? Tu aurais pu rester vivre dans ton Ukraine. Tu soutenais le Maïdan non ? Nous on est des patriotes, on pense que la Crimée est à nous. Vous, vous êtes des ennemis de la patrie ». Les bas-gradés et les milieux-gradés parmi les policiers, et dans les camps même les hauts-gradés, sont convaincus que leur travail, et le système qu’ils soutiennent, sont justes. Du pouvoir, des salaires et des titres renforcent ces convictions. Ça a toujours été comme ça.
Ils m’ont embarqué pour l’IVS (centre de détention temporaire) de Petrovki, où je suis resté trois jours. Puis il y a eu la comparution, et le discours typique : sans permis de résidence moscovite, officiellement sans travail et avec un chef d’accusation sérieux, on pouvait craindre que je ne prenne la fuite et ne fasse entrave à l’enquête. Ils m’ont remis en détention au centre « Butyrka », où j’avais passé du temps 10 mois auparavant. Il y avait même des personnes avec qui j’avais été détenu, qui étaient encore là et qui me connaissaient. Il y avait aussi des « Bolotniki » (des manifestants arrêtés lors de la manifestation du 6 mai 2012, la « marche des millions », Place Bolotnoya à Moscou).



Après le CIZO (CI, CIZO : Centres de détention) de Butyrka et sa condamnation, Sutuga est envoyé en train vers la Sibérie, où il passe par le centre de détention d’Irkoutsk (CIZO-1) après un transfert par le CI-3 de Chelyabinsk.
Au CIZO d’Irkoustk, des eshniki (forces spéciales) sont venus, ou peut-être que ce n’était pas des eshniki, je ne sais pas, ils ne sont pas présentés. Appelons-les des « combattants contre l’extrémisme ». Ils sont venus deux fois, la première pour suggérer que je déclare devant une caméra que j’avais cessé d’être un anarchiste et un antifasciste. Ils voulaient que je dise aux jeunes qu’il ne fallait pas participer à la violence politique dans la rue, que c’était mal. La seconde fois c’était pour me proposer de rester au CIZO-1, de travailler pour l’administration (ils proposent ça à quasi tout le monde, pas seulement à moi, et beaucoup acceptent).
La colonie. « Ils voyaient en moi un type dangereux pour les autres détenus ».
D’habitude ils emmènent tout un car de zek (détenus), peut-être dix personnes à la fois, mais moi ils m’ont amené tout seul. Une vingtaine de travailleurs du camp m’attendaient. Ils m’ont fouillé et ont « trouvé » une lame de cutter dans mon sac. Ils ont filmé et, le détenu ayant en sa possession des objets interdits, j’ai été envoyé dix jours à l’isolement. Et après ça : violation - je n’étais pas rasé, je n’avais pas boutonné un bouton - et prolongation de l’isolement, violation, prolongation etc. Après six mois de ce traitement, ils m’ont envoyé en cellule.
Si tu es à l’isolement, on te réveille à 5h, si tu es dans le camp à 6. On te réveille, on te prends ton matelas, petit déjeuner. Puis tu dors encore un peu sur le sol, puis inspection, promenade et déjeuner. Après ça tu peux lire, discuter avec les autres zek, faire ce que tu veux. Et puis dîner, et à 21h on te rend ton matelas.
L’administration voulait que je collabore avec eux, disant qu’en échange ils m’enverraient au camp (où on est comparativement plus libre que dans le régime cellulaire). Ils voulaient moins d’activistes des droits de l’homme, il me disaient, le plus les activistes viennent, le plus tu auras de problèmes. Parfois les activistes qui viennent sont des gens bien, qui discutent vraiment avec les zek et des choses changent pour nous. Ils m’ont laissé avoir des livres et des journaux par exemple. Les choses se perdent souvent, mais de temps en temps on m’amenait un paquet de journaux et de lettres. Souvent avant une visite d’activistes.
Le seul ordre qu’ils semblaient avoir reçu de Moscou, c’était de m’isoler des autres. Je ne sais pas pourquoi ils voyaient en moi quelqu’un de dangereux pour les autres détenus. Ce n’est pas comme si j’étais un forcené de la transgression, c’est la routine en détention qui est impossible à vivre. Les gulag sont devenus des gufsin, mais le traitement des prisonniers n’a pas changé.
Ceux derrière les barreaux. « Nous vivons la même vie, et notre ennemi aussi est le même ».
Avec les gars biens, tout allait bien. Bien sûr, il y avait aussi des conflits, mais on discutait, on trouvait des compromis. Nous vivons la même vie, et notre ennemi aussi est le même. Ce que nous avons, nous pouvons sans conflits le partager ou pas. La structure sociale est la même que dans la rue. La seule différence c’est que dans la rue les gens sont libres de partir, alors que là-bas il faut trouver des compromis, un langage en commun, ou un des gars doit se soumettre. Ça dépend.




Il y a des choses à savoir, comment se comporter, comment vivre ensemble, comment communiquer avec l’administration. Mais si vous allez en prison, vous comprendrez vous-mêmes, les zek expliquent toujours aux nouveaux. Quand tu arrives, ils vont s’asseoir en face de toi, te faire une tasse de thé, et te parler. Le plus important c’est de ne pas être nerveux, et de ne pas transmettre cette nervosité. De ne pas faire des mouvements qui pourraient incommoder les autres. Mais tout ça tu comprends vite, et ça va, sauf si tu es vraiment asocial et qu’il t’est impossible de vivre avec beaucoup de gens dans un petit espace.
Il y a des gens qui deviennent fous, mais il y en a d’autres qui les aident à ne pas devenir fou. Si tu es tout seul, tu as plus de chance de craquer que si tu restes avec les autres. C’est comme une psychothérapie. Même si, en vrai, les détenus aiment bien jouer sur les nerfs les uns des autres. L’activité principale d’un zek c’est de rendre fous les autres zek. Tu fais des blagues, tu fais des blagues, et tu fais des blagues jusqu’à ce que le mec en face s’embrase comme une allumette.
Au début, ils pensaient que je m’étais battu. Pourquoi ? Avec qui ? Je m’expliquais, les gars comprenaient vite qu’il y avait autre chose. Pour une bagarre où personne n’a fini à l’hôpital, on ne prend pas trois ans. Au fil des discussions, des thèmes que j’abordais, ils ont commencé à comprendre qui j’étais. Les réactions ont été différentes, du rejet total au soutien : quand je sortirai d’ici, je vous rejoindrai, je serai avec vous, mais dis, comment est-ce qu’on devient un anarchiste ?
Ceux qui rejettent, c’est conscient : ils comprennent ce que je fais et ça ne leur plaît pas du tout. Les gens sont différents, les opinions aussi. La prison est un miroir de la société libre.
En prison, beaucoup sont analphabètes. Ils n’ont pas étudié à l’école, ça ne les intéressait pas, il y avait d’autres connaissances qu’ils voulaient acquérir. J’ai aidé qui j’ai pu, comme j’ai pu. En expliquant les lois, en aidant à faire des recours.
Les nouvelles sont constamment discutées en prison. Mais sur un plan différent. Je détestais surtout les discussions après avoir regardé REN-TV. La question n’était pas de savoir si les reptiliens existaient ou non, mais est-ce qu’ils contrôlent déjà la planète ou est-ce qu’on les combat encore un peu ? Les sujets les plus fréquemment abordés : les francs-maçons, les complots, l’équipement militaire russe qui est le meilleur du monde, et tout ce lavage de cerveau. Là-bas, comme partout, le patriotisme se développe, mais aussi une forme de négativité. Il y a toujours quelqu’un pour dire que plus rien ne l’étonne : « Je vole et je volerai, et tous ces présidents volent plus que moi. Je gagne ma vie, eux aussi mais dans une villa avec des yachts. J’essaye de voler les riches, et eux ils volent les pauvres, les gars comme moi, et le pays entier ».
« Pour nous, révolutionnaires, la prison est aussi une maison »
Je ne sais pas ce qu’ils cherchaient concrètement en m’envoyant en prison. A me secouer physiquement et psychologiquement je suppose. A me décourager de mener des actions futures. Mais ce que nous faisons, tôt ou tard, mène à la prison, ou même au cimetière. Comprendre cela apaise. Peut-être que cela sonne triste, mais pour moi c’est joyeux. Plus joyeux que de vivre juste comme ça.
Nous avons la solidarité, le soutien de nos camarades. Je recevais constamment des lettres, des souscriptions à des journaux, mes camarades prenaient soin de moi. Et quand je suis sorti, on est venu à ma rencontre, on m’a habillé, nourri. Les autres, s’ils reçoivent un tel soutien, ça vient de leur famille proche ou de gens très proches. J’étais avec des gens qui n’avaient personne. Quand ils sortent, ils se retrouvent à la rue et ils y restent. Et pour le dire vite, ils ne leur restent qu’à voler à nouveau. Pour eux la prison est une seconde maison.
Mais pour nous, appelons-nous révolutionnaires, la prison est aussi une maison. Comment peux-tu faire la révolution et ne pas te retrouver en prison ? Surtout si tu es un anarchiste qui refuse l’Etat en général.
J’ai des amis qui n’ont fait que très peu de prison en quinze ans d’activités, disons, tumultueuses. Ils ont eu de la chance et continuent d’en avoir. Peut-être que c’est dans le sang. Des membres de ma famille ont fait de la prison ici en Sibérie, d’autres ont été tués. Au temps des tsars comme dans les années 50.
Je recevais des lettres de camarades. De vieux camarades, de camarades que je ne connaissais pas, et de pas-vraiment-camarades, des gens qui n’avaient pas grand chose à voir avec l’anarchiste et l’antifasciste que je suis, mais qui écrivaient au « prisonnier politique ». J’ai reçu des lettres de plusieurs villes de Russie, et de l’étranger : d’Ukraine, de Biélorussie, d’Italie, d’Angleterre, d’Espagne, des USA, de Suède.. Il y a avait toujours quelque chose à lire ou quelqu’un à qui répondre. Les lettres c’est vraiment quelque chose de génial.
Pour les nouvelles, on apprend tout avec un mois de retard. Mais je comprenais ce qu’il se passait dans le pays. J’ai tout lu sur les lois Yarovaya (nouvelles lois anti-terroristes passées en 2016), sur la vie de l’opposition, sur les événements internationaux.
J’ai commencé à voir les choses différemment. On dirait qu’ils se sont vraiment mis à avoir peur de nous, et pas seulement de nous, mais des opposants ordinaires aussi.
Libération – Ce n’est pas nécessaire d’aller en prison, mais il ne faut jamais en avoir peur.
Normalement tu es libéré l’après-midi. Moi ils sont venus me chercher à 6h du matin, ils m’ont dit rassemble tes affaires, on t’a acheté un billet, tu vas à l’aéroport. Ils m’ont laissé gelé dans un cagibi et ont regardé une par une mes 400 lettres. Ensuite je suis sorti, pas par le portail mais par l’entrée de service.



Il y avait une Ford noire et deux grands types costauds qui m’attendaient. J’ai toute de suite compris à quelle organisation ils appartenaient. J’ai dit : « on va à Irkoustk ». Ils ont dit : « On va où tu veux, mais d’abord tu vas parler à nos collègues du Centre de lutte contre l’extrémisme ». Ces conversations, il y en a eu mille, pendant le camp, avant. Toujours les mêmes questions : « Qu’est-ce que tu vas faire et qui sont tes amis ?  » Comme si je savais ce que j’allais faire après trois ans de taule. Quoique, je sais : après tout, il n’y a pas grand chose à faire quand on est enfermé, à part penser à ce qu’on fera quand on sera libre. Ils m’ont dit un mot d’adieu, je ne sais plus exactement lequel, mais l’idée c’était : Ne cherche pas les ennuis (Ne lez’).
Si tu ne sais pas parler avec les flics, c’est mieux de ne rien dire. S’il y a une affaire contre toi, combats pour ta liberté. Être arrêté ne veut pas dire que ce combat est terminé. Les murs te limitent, les moyens de communication te limitent, mais tu peux rester libre en prison. C’est difficile à comprendre mais c’est comme ça. Il n’est pas nécessaire d’aller en prison mais il ne faut jamais en avoir peur.
Ça fait du bien d’être dehors. Rien de changé, je ressens juste la liberté physique. Peut-être que je suis en choc émotionnel et culturel, trop de personnes, de nouveaux visages.
Pour l’instant je vais vivre et travailler en Russie, chez moi. Comme avant.
Je suis quelqu’un de joyeux. Je suis convaincu que tout finira par un grand carnaval révolutionnaire et que nous vaincrons, enfin, le fascisme dans toutes ses manifestations.
Jusqu’au bout.

P.-S.

Avtonomye Deystvye a une page en anglais où ils traduisent quelques uns de leurs articles : https://avtonom.org/en